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Delegiertenversammlung in Haus Altenberg

27. Okt 2026

pax christi für freiwilligen Friedensdienst für Soziale Verteidigung

Die Delegiertenversammlung von pax christi vom 23.-25.10. 2026 in Haus Altenberg/Odenthal setzte sich für die Förderung Sozialer Verteidigung ein. „Wir wollen damit eine Alternative zu militärischer Verteidigung und Hochrüstung stärken", erläuterte Odilo Metzler, Bundesvorsitzender von pax christi. 

Der Präsident der Deutschen Sektion von pax christi, Bischof Peter Kohlgraf, kritisierte in seinem Bericht, dass sich die öffentliche Diskussion mehr mit dem gerechten Krieg beschäftigt, und plädiert dafür, den gerechten Frieden wieder ins Zentrum politischen Bemühens zu stellen. Es könne nicht Aufgabe der Kirche sein, Menschen zur Kriegstüchtigkeit zu erziehen.

Der Studienteil beschäftigte sich mit der gewaltfreien Sozialen Verteidigung. Prof. Josef Freise führte in seinem Vortrag „Freiwilliger Friedensdienst für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Soziale Verteidigung. Politisches Engagement im Geiste der Bergpredigt“ in die Thematik ein. Im Anschluss sprach Jochen Neumann von der Initiative „Wehrhaft ohne Waffen“ über die „5 Hebel der Sozialen Verteidigung“ und berichtete von aktuellen Beispielen der Umsetzung aus der Initiative „Wehrhaft ohne Waffen“. Drei Workshops befassten sich in einem Planspiel zur Sozialen Verteidigung am Beispiel einer rechtsextremen Landesregierung, mit dem Thema „Christliche Gewissensbildung zu Kriegsdienstverweigerung und Wehrdienst“ und in einem „Dialograum“ mit verschiedenen Perspektiven auf den Ukrainekrieg in pax christi. 

Die Versammlung beschloss erstmals seit 1999 eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge. Sie trug damit den gewachsenen Kosten Rechnung, um auch zukünftig Friedensarbeit zu ermöglichen. 

Der Beschluss für einen freiwilligen Friedensdienst für sozialen Zusammenhalt und gewaltfreie Soziale Verteidigung hat zum Ziel, Menschen in der Gesellschaft zu befähigen, sich gewaltfrei gegen demokratiefeindliche Kräfte und gegen Besatzer im Krieg zur Wehr zu setzen.

Weiterhin entschied sich die Delegiertenversammlung für einen Diskussionsprozess in pax christi, um angesichts der weltpolitischen Lage und der veränderten Formen der Kriegsführung eine friedenspolitische Strategie zu entwickeln. Dieser soll vor Ostern 2027 mit einem Studientag beginnen.