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pax christi

menschen machen frieden - mach mit.

Unser Name ist Programm: der Friede Christi. 

pax christi ist eine ökumenische Friedensbewegung in der katholischen Kirche. Sie verbindet Gebet und Aktion und arbeitet in der Tradition der Friedenslehre des II. Vatikanischen Konzils. 

Der pax christi Deutsche Sektion e.V. ist Mitglied des weltweiten Friedensnetzes Pax Christi International.

Entstanden ist die pax christi-Bewegung am Ende des II. Weltkrieges, als französische Christinnen und Christen ihren deutschen Schwestern und Brüdern zur Versöhnung die Hand reichten. 

» Alle Informationen zur Deutschen Sektion von pax christi

Wirtschaftsseminar 2019

Land als Spekulationsobjekt? Eine Kritik der Landgrabbing-Praxis in Brasilien und der Erklärungsversuche der kapitalistischen Krise durch Landnahme-Theorien

Das Thema Landgrabbing ist seit mehreren Jahren ein wichtiges Thema in der Entwicklungspolitik: Organisationen und soziale Bewegungen aus diversen Ländern haben darüber informiert, dass immer wieder brutalste Praktiken der Land-Vertreibung angewendet werden. Das Land dient Unternehmen und Staaten zum Rohstoffabbau, für Infrastrukturprojekte wie Staudämme, als Spekulationsobjekt oder zum Anbau für Tierfutter oder Nahrungsmittel für andere Weltregionen. Diese Praxis der Landnahme betrifft in starkem Maße auch Brasilien, worüber Fábio Pitta aus São Paulo (Wissenschaftler und Aktivist der NGO ‚Rede Social de Justiça e Direitos Humanos’) berichten wird. Er wird sich dabei vor allem auf Land als Spekulationsobjekt konzentrieren: Diese Spekulation hat im Kontext der mit der Weltwirtschaftskrise von 2007/08 einhergehenden Instabilität vor allem die Funktion, dem Finanzkapital Anlagemöglichkeiten zu schaffen.

 

Nicht zufällig haben in diesem Zusammenhang auch neue Landnahme-Theorien Hochkonjunktur. Sie erwecken den Eindruck, dass sich die von Karl Marx analysierte ‚ursprüngliche Akkumulation’ ständig wiederholt und der Kapitalismus ein immer gleicher Prozess der Vermehrung des Geldes darstellt. Roswitha Scholz (Gesellschaftstheoretikerin der Gruppe Exit!) hat sich in ihrem Text ‚Christoph Kolumbus forever’ aus der Perspektive der von ihr und Robert Kurz entwickelten Kritik des Kapitalismus als Kritik der Wert-Abspaltung mit der Thematik auseinandergesetzt. Fábio Pitta wird seine Ausführungen im Kontext dieses Textes erläutern, aus dem wir zudem Textpassagen gemeinsam lesen und mit dem Referenten diskutieren werden.

 

 

 

 

 

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